Oktober 2003

Innovative Energieversorgung für die HafenCity –
HEW Fernwärme und Vattenfall Europe Contracting haben sich im Wettbewerb durchgesetzt

Auszüge aus der gemeinsamen Presseerklärung von GHS und HEW, Hamburg, 28.10.2003:

„Am heutigen Tag wurde der Vertrag zur Wärmeversorgung der westlichen HafenCity unterzeichnet. Die GHS Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung mbH, die städtische Entwicklungsgesellschaft für die HafenCity, vergab den Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft Wärmeversorgung HafenCity, bestehend aus Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW) Bereich Fernwärme und der HEW-Tochter Vattenfall Europe Contracting GmbH.

Die GHS hat im Namen der Freien und Hansestadt Hamburg ein europaweites, öffentliches Vergabeverfahren zur Versorgung der westlichen HafenCity mit Wärme durchgeführt. Ziel des Wettbewerbs war es, für die HafenCity, das als eines innovativsten städtebaulichen Projekte in Europa gilt, ein Energieversorgungskonzept zu entwickeln, das sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch höchsten Ansprüchen genügt. Das Vergabeverfahren stellte hohe Anforderungen an die Erfüllung ökologischer Kriterien, ließ die Varianten der technischen Umsetzung jedoch offen.

Die Arbeitsgemeinschaft aus HEW Fernwärme und Vattenfall Europe Contracting konnte sich mit einem zukunftsweisenden Versorgungskonzept und sehr günstigen Wärmebezugskonditionen im Wettbewerb gegen andere örtliche und auswärtige Anbieter durchsetzen.

Das Konzept basiert im wesentlichen auf der Kombination der vorhandenen bewährten Hamburger Fernwärmeversorgung mit dezentralen, örtlichen Wärmeversorgungseinheiten.

Der Anteil der in der umweltschonenden Kraft-Wäme-Kopplung erzielten Wärme beträgt 79,4 Prozent. Um den Kohlendioxid-Ausstoß weiter zu mindern, soll das bestehende Heizwerk HafenCity mit einer Dampfturbine und einer Brennstoffzelle als Pilotanlage ausgestattet werden. Des weiteren sind zwei neue Blockheizkraftwerke im Überseequartier und am Kreuzfahrtterminal vorgesehen.

Gebäude mit überwiegender Wohnnutzung werden mit solarthermischen Anlagen für die zentrale Brauchwasserbereitung ausgestattet.

Das Versorgungskonzept ist offen für weitere besondere Kundenwünsche, wie Wärmepumpen oder andere Energieversorgungsarten unter der Nutzung regenerativer Energieträger.“

Das Vergabeverfahren wurde von der Berliner Firma MegaWATT zusammen mit der GHS durchgeführt. MegaWATT verfügt über umfangreiche Erfahrungen bei der Konzeption und Realisierung der Energieversorgung von Stadtentwicklungsgebieten. Das Vergabeverfahren wurde rechtlich begleitet durch die Kanzlei Schulz Noack Bärwinkel aus Hamburg.

Ansprechpartner:

GHS Gesellschaft für Hafen- und Standortentwicklung mbH, Jürgen Desler
Tel.: (040) 37 47 26 32

MegaWATT, Jan Schülecke
Tel.: (030) 857 918-14
E-Mail: jan.schuelecke@megawatt.de


April 2003

Fernwärmestudie für Reutlingen abgeschlossen

Die FairEnergie ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Reutlingen und betreibt in Reutlingen eine zentrale Fernwärmeversorgung mit einer thermischen Gesamtleistung von rund 27 MW. Es stehen umfassende Entscheidungen zum weiteren Netzausbau und zur künftigen Betriebsweise an.

Zur Vorbereitung dieser Entscheidungen hat MegaWATT eine Untersuchung zur Entwicklung und Erweiterung der Fernwärmeversorgung in Reutlingen für die FairEnergie erstellt.

Blick auf die zentrale BHKW-Anlage der FairEnergie

Ergebnisse und Empfehlungen der Studie sind:

Für das Fernwärmenetz wurden Anschlusspotenziale ermittelt, die in den nächsten Jahren nach Bedarf bearbeitet werden sollen.

Die BHKW-Anlage am Standort Hauffstraße wird zunächst weiter betrieben. Ein Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung erfolgt unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Einsatz der KWK.

In den nächsten 2-4 Jahren wird eine neue Spitzenkesselanlage an einem weiteren Standort in Reutlingen in Betrieb genommen. Hierdurch wird die Versorgungssicherheit der Fernwärme weiter erhöht und die hydraulischen Verhältnisse im Fernwärmenetz verbessern sich deutlich.

Die von MegaWATT erstellte Studie empfiehlt des Weiteren technische Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz der Fernwärmeerzeugung und Verteilung wie Z. B. eine Erneuerung der Netzumwälzpumpen und eine Optimierung der Temperaturen im Fernwärmenetz.

Der Ausbau der Fernwärmeversorgung in Reutlingen mit der Errichtung neuer BHKW-Kapazitäten führt insgesamt zu einer erheblichen Minderung der CO2-Emissionen.

Bei Rückfragen:

FairEnergie GmbH, Herr Betz
Tel.: (07121) 582 3321
E-Mail: waerme@fairenergie.de

MegaWATT, Jan Schülecke
Tel.: (030) 857 918-14
E-Mail: jan.schuelecke@megawatt.de


Februar 2003

Michael Schröter in den Berliner Energiebeirat berufen

Michael Schröter, Geschäftsführer von MegaWATT, ist in den Berliner Energiebeirat berufen worden.

Der Energiebeirat besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die für zwei Jahre vom Senator für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologieberufen werden und Verbände, Kammern, Gewerkschaften und Energieversorgungsunternehmen der Stadt vertreten. Er hat die Aufgabe, die Arbeit der Senatsverwaltung beratend zu unterstützen und bietet den Akteuren der Berliner Energiepolitik eine Plattform zum Informations- und Meinungsaustausch. Der Beirat nimmt Stellung zu tagespolitischen Fragestellungen, bildet aber auch Arbeitsgruppen, in denen über einen längeren Zeitraum bestimmte energiepolitische Themen bearbeitet werden. Eine wichtige Themenstellung war beispielsweise die Begleitung und Diskussion des Energiekonzepts.


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