September 2010

„Verträge möglichst klar und einfach gestalten“

Warum gibt es so wenige Einsparcontracting-Verträge? Vivien Neubert vom Forum Contracting e.V., Düsseldorf befragte dazu Michael Schröter, Geschäftsführer der MegaWATT Ingenieurgesellschaft für Wärme- und Energietechnik mbH, Berlin.

Hier können Sie das komplette Interview aus Energie & Management lesen (PDF)


Februar 2010

Planungsleistungen für die Umsetzung der Energieeinsparmaßnahmen auf dem Gelände des Julius-Kühn-Instituts in Berlin-Dahlem

Das Julius-Kühn-Institut (JKI) am Standort Berlin-Dahlem besteht aus insgesamt 26 Gebäuden. Es sind folgende Einrichtungen untergebracht:

  • Institut für Pflanzenvirologie, Mikrobiologie u. biologische Sicherheit, Fachgruppe
  • Mikrobiologie
  • Institut für Vorratsschutz
  • Institut für Ökotoxikologie und Ökochemie im Pflanzenschutz
  • Informationszentrum Phytomedizin und Bibliothek

Das JKI bezieht Wärme aus dem Drei-Leiter-Fernwärmenetz von Vattenfall Europe Berlin (VEB). Im Kellergeschoss des Casinogebäudes ist die direkte Übergabestation von VEB untergebracht. Vor dem Umbau in 2008 wurde die Nahwärme von dort über ein ausgedehntes und zum Teil schlecht wärmegedämmtes, erdverlegtes Leitungssystem (Stahlrohr im Eternitschutzrohr) zu den einzelnen Gebäuden und Gewächshäusern verteilt.

Bereits in 2006 wurde MegaWATT von Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) mit der Erstellung eines Energiekonzeptes im Zusammenhang mit dem Bundesprogramm zur energetischen Sanierung von Bundesgebäuden beauftragt. Das Energiekonzept diente der Ermittlung von Einsparpotenzialen in technischer, baulicher und betrieblicher Hinsicht (Energiebedarfsprognose), sowie darauf aufbauend der Ermittlung des besten Energieliefermodells.

MegaWATT empfahl u.a., das vorhandene Sechs-Leiter-Wärmeversorgungssystem still zu legen und ein Zwei-Leiter-System neu aufzubauen. Die Sanierung der bestehenden Wärmeversorgungsnetze war eine wesentliche Maßnahme zur Verringerung der Wärmeverluste.

MegaWATT erhielt den Planungsauftrag nach HOAI zur Erneuerung der Fernwärmeleitungen auf dem Gelände des JKI. Im Rahmen dieser Maßnahme war auch ein Umbau der Fernwärmeübergabestation notwendig.

Im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung erhielt 2007 ein Berliner Unternehmen den Auftrag zur Durchführung der Bauleistungen. Im April 2008 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Das gesamte veraltete Sechs-Leiter-Rohrleitungssystem wurde demontiert und ein modernes Zwei-Leiter-Kunststoffmantel-Rohrsystem mit einer Trassenlänge von ca. 600 m neu aufgebaut. Im Oktober 2008 erfolgte die Inbetriebnahme.

In vielen Gewächshäusern waren die Heizflächen nicht ausreichend. Hier wurden Konvektor-Heizkörper nachgerüstet.

Auf Grund der Sanierung der Fernwärmeleitungen lag die Einsparung des Jahreswärmeverbrauchs im Jahr 2009 bei ca. 21 %.

Ende 2009 erhielt MegaWATT einen weiteren Planungsauftrag für die Liegenschaft des Julius-Kühn-Institutes für folgende Leistungen aus dem Energiekonzept:

  • Errichtung einer neuen MSR-Technik mit übergeordneter Gebäudeleittechnik für die gesamte Liegenschaft einschließlich der Gewächshäuser
  • hydraulische Optimierung des Nahwärmenetzes und der Gebäudeverteilanlagen
  • Austausch von Zuluftventilatoren gegen hocheffiziente Ventilatoren
  • Umbau der zentralen Trinkwarmwasserbereitungsanlage

Im März 2010 sollen die Ausschreibungen veröffentlicht werden. Der Baubeginn ist für den Sommer 2010 geplant.

Ansprechpartnerin bei MegaWATT:

Betina Kunkel
Tel.: (030) 857 918-19

Julius-Kühn-Institut in Berlin-Dahlem

Neue Nahwärmetrasse auf dem Gelände des JKI


Januar 2010

Energiekonzeption für den Wasser- und Abwasserverband Havelland vorgestellt

Lesen Sie hierzu eine Veröffentlichung der Märkische Allgemeine Zeitung vom 30.01.2010:

Zweckverband: Gebühren senken mit Windkraft
Energiekonzeption für den WAH vorgestellt /
Drei Fotovoltaikanlagen sollen gebaut werden

Havelland – Thomas Seelbinder redete in der Verbandsversammlung am Donnerstag erstmal nur im Konjunktiv: „Wir würden das erste Windrad in der Region bauen, von dem jeder profitieren würde“, sagte er. „Denn der erwirtschaftete Gewinn dieser Anlage würde letztlich zu einer Gebührensenkung führen.“ Der Vorsteher des Wasser- und Abwasserverbandes Havelland (WAH) weiß um die Sensibilität des Themas Windkraft. Aber die Idee klingt zu verlockend: Der WAH würde gerne auf dem Gelände der Roskower Kläranlage ein Windrad bauen. Das würde dem Verband nach derzeitigen Vergütungswerten rund 200 000 Euro pro Jahr einbringen. Aber zunächst müsse natürlich der Wille der betroffenen Gemeinde abgefragt werden, sagt Seelbinder. Das will der WAH jetzt angehen.

Die Windkraft ist nur ein Aspekt in der jetzt vorgestellten Energiekonzeption für den WAH. Im Bereich erneuerbare Energien sind außerdem der Bau von drei Fotovoltaikanlagen (auf den Dächern des Wasserwerkes Nauen sowie der Kläranlagen Roskow und Nauen) und die Nutzung von Abwasserwärme für das Verbandsgebäude in Nauen vorgesehen. „Das wäre noch effizienter, wenn es gelänge, andere Gebäude wie das benachbarte Goethegymnasium mit einzubeziehen“, erklärte Jan Schülecke, Geschäftsführer der Berliner Firma MegaWATT, die gemeinsam mit der Firma Sachsen Wasser das Konzept erarbeitet hat. Allein aus den Solaranlagen würde der WAH (nach derzeitigem Vergütungsstand) in den nächsten 20 Jahren etwa 170 000 Euro erwirtschaften. Auch dieses Geld käme allen WAH-Kunden zugute. „Natürlich müssen immer die Investitionskosten gegengerechnet werden“, so Schülecke.

Weitere Einsparpotentiale stellte Bernd Kuse von Sachsen Wasser vor. Relativ kurzfristige Verbesserungen der Wirtschaftlichkeit lassen sich demnach mit Investitionen in neue Förderpumpen am Wasserwerk Zachow und in Belüfter an der Kläranlage Roskow erzielen. Jährlich knapp 120 000 Euro müsste der WAH dank einer so genannten Vererdung von Schlamm im Klärwerk Nauen jährlich weniger ausgeben, weil dann weniger Schlamm entsorgt werden muss. Das sei aber frühestens ab Sommer 2012 möglich, da Planung, Förderanträge und Genehmigungen einige Zeit in Anspruch nehmen, so Kuse.

Schließlich beauftragten die Mitglieder der Verbandsversammlung den Vorsteher, die wesentlichen Vorschläge des Energiekonzeptes aufzunehmen und deren Umsetzung vorzubereiten.

(Von Jens Wegener)

Für weitere Informationen:

MegaWATT GmbH
Jan Schülecke
Tel.: (030) 857 918-14

MegaWATT GmbH
Kay Teckenburg
Tel.: (030) 857 918-16


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