September 2011

Offener Energieverbund Wilhelmsburg Mitte:
Planung eines BHKWs und eines Nahwärmenetzes

Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg entsteht das Projektgebiet „Wilhelmsburg Mitte“ als gemeinsames Projekt der Internationalen Bauausstellung Hamburg GmbH (IBA) und der internationalen Gartenschau Hamburg 2013 GmbH (igs). Hier sollen moderne Arbeitsstätten, Gebäude für Wohnen und Sport sowie ein Neubau der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) realisiert werden. Die Neubauten sollen einem hohen energetischen Standard gerecht werden.

 


Projektgebiet Hamburg Wilhelmsburg      Quelle: IBA Hamburg

Für die Energieversorgung des Gebietes hat die IBA die Projektidee eines offenen Energieverbunds entwickelt. Der Energieverbund Wilhelmsburg Mitte führt die zentrale Wärmeversorgung aus einem Biomethan-Blockheizkraftwerk über ein Nahwärmenetz mit Wärmekunden und Erzeugungsanlagen auf Basis von überwiegend erneuerbaren Energien zu einem intelligenten Netzwerk und virtuellen Kraftwerk zusammen. HAMBURG ENERGIE wird den Energieverbund betreiben und alle zu errichtenden Gebäude in dem Projektgebiet mit kostengünstiger und umweltfreundlicher Wärme aus dem Nahwärmenetz versorgen. Zeitgleich mit der Errichtung der Gebäude für die IBA wächst der Energieverbund: ein offenes Wärmenetz steht aktiven Einspeisern zur Verfügung.


Mit der Realisierung eines offenen Wärmenetzes schafft HAMBURG ENERGIE ein zukunftsweisendes Modellprojekt für die Liberalisierung und Flexibilisierung von Wärmenetzen. Die Liberalisierung der Energiewirtschaft ist bisher in den Bereichen Strom und Erdgas auf Basis des Energiewirtschaftsgesetzes erfolgt. Das sogenannte Unbundling sieht u.a. die Trennung von Energieanbieter und Netzbetreiber vor.
Für den Wärmemarkt gibt es sowohl in Hamburg als auch bundesweit noch keine entsprechenden Regelungen für den Wettbewerb in Netzen und das Zusammenwirken mehrerer Einspeiser. Der Energieverbund Wilhelmsburg Mitte überträgt erstmalig die Ansätze zur Einspeisung erneuerbarer Energien aus dem Strom- und Erdgasbereich in den Wärmesektor.Mit dem offenen Energieverbund bietet HAMBURG ENERGIE eine klimaschonende, CO2-effiziente und wirtschaftlich attraktive Wärmeversorgung mit einer hohen Versorgungssicherheit.

Ihre Ansprechpartner:

Projektsteuerung
Herr Jan Schülecke
Tel.: (030) 8579 18-14

Planung Trasse und Stationen
Frau Betina Kunkel
Tel: (030) 857 918-19

Planung BHKW, Energiewirtschaftliche Beratung
Herr Leonardo Estrada
Tel: (030) 857 918-15

Energiewirtschaftliche Beratung
Frau Mascha Richter
Tel.: (030) 8579 18-31

 

Schema eines offenen Wärmenetzes mit Abnehmern und Einspeisern

 


 

August 2011

M 02: Bestandsaufnahme und Feinanalyse für das Energiekonzept
„High Tech – Low Ex: Energieeffizienz Berlin Adlershof 2020“

Berlin Adlershof ist einer der erfolgreichsten Hochtechnologiestandorte Deutschlands. Das Gebiet ist Treiber von wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung in Berlin und genießt international ein hohes Ansehen.
Für den gesamten Standort (460 ha) soll bis Ende 2012 ein Energiekonzept entwickelt werden. Das Vorhaben mit dem Titel „High Tech – Low Ex: Energieeffizienz Berlin Adlershof 2020“ wird durch einen Verbund aus BTB, TU Berlin und WISTA unter der Projektleitung der WISTA realisiert. Das Verbundprojekt ist in 14 Module unterteilt und  wird im Rahmen des 5. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung aus Mitteln der Initiativen EnEff:Stadt, EnEff:Wärme und EnEff:Campus des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Der Berliner Senat unterstützt über seinen treuhänderischen Entwicklungsträger – Adlershof Projekt GmbH (AP) – das Vorhaben.
Durch die Integration modernster Energieeffizienz-Maßnahmen und durch Einbeziehung aller Standortpotenziale soll das Energiekonzept ermöglichen:

  • den Primärenergieverbrauch im Projektgebiet im Vergleich zum „Business as usual“ um mindestens 30 % zu senken,
  • die Sicherung der zukünftigen Energieversorgung – ca. 47 % des Gesamtgebietes sind noch nicht bebaut- zu optimieren,
  • übertragbare Planungsinstrumente zu schaffen.

 


Quelle:
Adlershof Projekt GmbH

Das Modul M 02: Bestandsaufnahme und Feinanalyse wird mit dem Ziel durchgeführt, den aktuellen Datenstand der Energieversorgung und des Energieverbrauchs zum Basisjahr 2010 im Projektgebiet liegenschaftsbezogen zu erfassen. Damit soll eine detaillierte Grundlage für die Prognose bzw. für Szenarien einer zukünftigen effizienten Energieversorgung geschaffen werden.
Bei der Verarbeitung und Analyse wird anhand einer Datenbank ein Kataster der Umwandlungsanlagen vor Ort sowie der Abwärmequellen in einem baufeldbezogenen Bearbeitungsraster erstellt und nach unterschiedlichen Kriterien bewertet. Weiterhin erfolgt auf Basis der Analyse des Energieverbrauchs (EnEV-Energien und Produktionsenergien) sowie anhand von Kennzahlen eine qualifizierte Prognose zur zeitlichen Entwicklung des Energiebedarfs im Projektgebiet. Der Einsatz von fossilen und erneuerbaren Energien wird getrennt ermittelt.

Ihr Ansprechpartner:

MegaWATT GmbH
Herr Leonardo Estrada
Tel: (030) 857 918-15

 

 

 

 


Projektstruktur Bestandsaufnahme und Feinanalyse

 

 

 


 

Juli 2011

Integriertes Klimaschutzkonzept für die Landeshauptstadt Schwerin

Am 08.07.2011 haben die Landeshauptstadt Schwerin und MegaWATT den Vertrag zur Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes geschlossen.
MegaWATT wird, zusammen mit den Projektpartnern Metropol/Henrik Diemann Architekten und LK-Argus, in einem partizipativen Prozess mit Beteiligung verschiedener Akteure vor Ort umfassende Klimaschutzmaßnahmen erarbeiten.

Es wird ein integriertes Klimaschutzkonzept entwickelt, das alle Sektoren (Haushalte, Industrie, Gewerbe und Handel, Verkehr und kommunale Einrichtungen) einbezieht. Das Klimaschutzkonzept soll die Potenziale, Ziele und Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasen darstellen. Eine Schlüsselrolle kommt hierbei der Betrachtung und Zusammenführung der Querschnittsthemen Energieeinsparung, Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien zu.

Das Klimaschutzkonzept wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Klimaschutzinitiative sowie vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Ziel ist es, die Pro-Kopf Emissionen deutlich zu vermindern. Damit einhergehend sollen der Bedarf und die Ausgaben für Energie gesenkt sowie die Wertschöpfung in der Region insbesondere durch die Bereitstellung von regenerativen Energieträgern gefördert werden.

Ihr Ansprechpartner:

MegaWATT GmbH
Herr Jan Schülecke
Tel.: (030) 8579 18-14


Juli 2011

Energiekonzept für das innerstädtische Entwicklungsgebiet Mitte Altona

Im Zentrum Altonas werden große zusammenhängende Flächen für eine städtebauliche Neuentwicklung frei. Diese Flächen stellen eines der größten Potenziale für nachhaltiges, innerstädtisches Wachstum in Hamburg dar. Es soll ein neues Stadtquartier mit einer Bruttogrundfläche von ca. 400.000 m² auf einer Gesamtfläche von ca. 30 ha entstehen.

Lageplan Mitte Altona

Quelle: André Poitiers Architekt Stadtplaner RIBA, Hamburg

Im Sinne des Klimaschutzes und der Einsparung von Energie sollen in Mitte Altona die Potenziale für umweltverträgliches, nachhaltiges Bauen und Wohnen und eine ressourcenschonende Energieversorgung genutzt werden.

Die Wärmeversorgung der Gebäude soll daher möglichst vollständig klimaneutral und regenerativ erfolgen. In Verbindung mit einem geringen Energiebedarf nach dem Passivhausstandard können die Gebäude Energieüberschüsse erzielen und werden so zu Plusenergiehäusern.

MegaWATT erstellt ein Gutachten, das verschiedene zentrale und dezentrale Varianten der Energieversorgung untersucht mit dem Ziel, die wirtschaftlichste und ökologisch sinnvollste Wärmeversorgung zu ermitteln.

Ihre Ansprechpartner:

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Herr Detlef Moldmann
www.klima.hamburg.de/arbeitundklimaschutz

MegaWATT GmbH
Herr Jan Schülecke
Tel.: (030) 8579 18-14

 


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